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Der Goldschnitt

Der Goldschnitt ist eine Schnitt Verzierung. Als Buchschnitt bezeichnet man die Kanten des Buchblockes bzw der Seiten. Je mehr Seiten das Buch hat, und je dicker das Papier, desto dicker wird der Buchblock und so mit der Buchschnitt. Es gibt verschiedene Techniken der Schnitt zu verzieren. Die edelste ist vermutlich der Goldschnitt.

Echtes Blattgold wird dafür verwendet.

Aber mal von Anfang an.

Was braucht man dazu. Woher kommt das Gold. Wir wird das Gold verarbeitet? Fragen über Fragen.

Ich habe mich für Mond Gold entschieden, da reines Gold für mich zu gelblich ist. Das Blattgold habe ich bei https://noris-blattgold.de/ bestellt.

Der Preis richtet sich nach dem Tages aktuellen Gold Preis. So sendet man eine Anfrage, und bekommt umgehend den Preis mit geteilt. Möchte man Gold bestellen, ist es nötig sich einen Account zu erstellen, der Freigeschaltet werden muss. Bezahlung per Vorkasse und der Versand erfolgt schnell und mit Sendungsverfolgung. Ich habe für ein Heftchen mit 25 Blatt etwas über 50 Euro bezahlt. Wenige Tage später war das Gold auch schon da.

Welches Werkzeug wird für den Goldschnitt benötigt.

Vergolder Kissen, Vergolde Messer, Anschießer oder Papier zum Gold Aufnehmen, Windschutz, Alaun als Grundierung, Kleister verdünnt, Eiweiß als Bindemittel, Schleifklotz, Schleifpapier in verschiedenen Körnungen, Staubpinsel, einen Glättzahn, Pergamin Papier, Löschpapier und eine Buchbinderpresse.

Man muss wissen, das Gold ist so dünn geschlagen, dass man es nicht mit den Finger anfassen kann, sonst reißt es sofort.

Auch ein kleiner Luftzug lässt das Gold fliegen. Deshalb ist es Ratsam sich einen Windschutz um das Kissen auf zu stellen.

Beginnen wir mit dem Buchblock. Der Block muss sauber geschnitten werden. Es dürfen keine Scharten im Messer sein, die den Schnitt verkratzen oder beschädigen.

Um die Steigung am Rücken auszugleichen und den Buchblock gut für den Goldschnitt einpressen zu können, ist es Sinnvoll sich genug Makulatur für den Block mit zu schneiden.

Der Block wird dann zwischen Brettern in die Presse gesetzt.

Damit die Bretter beim schleifen nicht mit abgeschliffen werden, sollten die ein Stück zurück versetzt werden.

Ist der Block fest eingepresst, wird der Schnitt geschliffen. Zu beginn mit einem Schleifpapier 240 Körnung, und dann mit einer 400 Körnung. Der Schnitt muss nun fettfrei bleiben. Deshalb ist der Staub mit einem Staubpinsel zu entfernen. Der Schnitt darf mit den Finger nicht mehr beführt werden.

Ist der Schnitt glatt und glänzend, und vom Staub entfernt, wird mit einem weichen Pinsel Alaun aufgetragen. Mit einem Tuch wird das Alaun poliert. Alaun ist ein Salzkristall, welcher in Wasser gelöst wird.

Anschließen wird stark verdünnter Kleister auf den Schnitt aufgetragen. Auch wieder wird mit einem Tuch poliert.

Das ist die Grundierung über das Eiweiß, welches später aufgetragen wird und als Bindemittel für das Gold dient.

Dann wird das Gold vorbereitet. Auf dem Kissen wird Blattgold zugeschnitten und mit einem Anschießer oder Papierstreifen aufgenommen.

Als Bindemittel wird Eiweiß verwendet, welches durch ein Tuch gepresst wird. Das Eiweiß wird mit Wasser verdünnt und großzügig auf den Schnitt aufgetragen. Dann wird das Gold aufgelegt.

Das Gold darf nicht reißen und der ganze Schnitt sollte mit Gold bedeckt sein.

Dann wird die Presse geschwenkt, so das sich das Eiweiß unter dem Blattgold nochmal verteilen kann.

Das überschüssige Eiweiß wird durch einen Ablauf über das Makulatur Papier entfernt, in dem man die Presse auf den Boden aufschlägt.

Hier muss man beachten, das der Eiweiß nicht über die anderen Seiten vom Schnitt abläuft.

Mit einem Löschpapier werden noch Rest vom Eiweiß abgetupft.

Jetzt kommt für mich der schwierigste Teil. Man muss die Zeit abpassen, in der das Eiweiß nicht mehr nass ist, sonst löst sich das Gold, aber auch nicht zu trocken, da das Gold nicht mehr hält.

Vorsichtig tastet man sich über das Makulatur Papier an den Schnitt. Bedeckt mit dem Pergamin Papier. Schlägt noch Eiweiß durch, ist es noch zu früh.

Wenn nichts mehr durchschlägt, kann man vorsichtig beginnen, mit dem Glättzahn den Schnitt zu glätten

Der Glättzahn hat vorne einen Achat. Mit dem Stein wird der Schnitt geglättet.

Der Druck wird immer wieder gesteigert. So wird anfangs nur ganz leicht und durch das Pergamin Papier an geglättet.

Das Anglätten funktioniert so: Ich zieh den Glättzahn wie in Bahnen quer über den Schnitt. Einer Bahn nach der nächsten, so das die komplette Fläche geglättet wird. Das über die ganze Breite des Blockes.

Hat sich nichts abgelöst, wird beim nächsten mal der Druck erhöht.

Ist das Gold fest geglättet, kann man direkt mit dem Achat auf den Schnitt. Da wieder die selbe Prozedur. Erst mal mit weniger Druck. Dann bei jedem mal den Druck erhöhen. Bis Final der Schnitt gleichmäßig glänzt.

Ja, so einfach könnte es sein. Oft ist mir passiert, das das Gold wieder abgeht, weil es noch zu Nass bzw. schon zu trocken war. Oder das Gold beim auf legen gerissen ist, oder oder oder. Besonders schwierig ist es beim Hohlschnitt vorne, da der Block da eine Rundung hat, und das Gold in die Rundung aufgelegt werden muss.

Bekanntlich macht ja Übung den Meister.

Deckt der Schnitt beim ersten mal nicht, kann man mit Eiweiß und Gold eine 2 und 3 Schicht auftragen.

Ist der Schnitt dann gut, wird das Buch aus der Presse geholt und ausgepresst. Das bedeutet, das Buch in einer S Form zu öffnen. So wird der Schnitt nicht aufgerissen und möglicherweise verstört.

Klebt der Schnitt zusammen, kann man sich mit Talkum helfen, welches man vor dem einpressen zwischen die Seiten pudert.